Trockenbaurechner
Verwendet übliche Verbrauchswerte (ca. 15 Schrauben/m², ca. 0,5 l Spachtelmasse/m²) für eine übliche Standardverspachtelung. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Unterkonstruktion und Verarbeitung ab.
Eine Gipskartonplatte von 125 × 250 cm deckt 3,125 m². Für einen Raum von 4 × 4 m mit 2,50 m Höhe samt Decke sind das 56 m² und mit 10 Prozent Verschnitt 20 Platten, dazu rund 900 Schnellbauschrauben, zwei 50-m-Rollen Fugendeckstreifen und zwei Eimer Fertigspachtel. Geben Sie unten Raummaße oder Gesamtfläche ein, um Platten, Spachtel, Streifen, Schrauben und Kosten für Ihr Projekt zu ermitteln.
Übliche Trockenbau-Materialmengen nach Raumgröße
| Raummaße | Wand- & Deckenfläche | Platten 125 × 250 cm | Spachtel-Eimer (17 l) | Schrauben |
|---|---|---|---|---|
| 3 × 3 m | 39 m² | 14 Platten | 2 Eimer | 624 Schrauben |
| 4 × 4 m | 56 m² | 20 Platten | 2 Eimer | 896 Schrauben |
| 4 × 5 m | 65 m² | 23 Platten | 3 Eimer | 1.039 Schrauben |
| 6 × 8 m | 118 m² | 42 Platten | 5 Eimer | 1.887 Schrauben |
So schätzen Sie einen Trockenbauauftrag
Bei der Trockenbau-Schätzung wird die Fläche zuerst in eine Plattenzahl und anschließend in die Materialien für das Verspachteln umgerechnet. In Deutschland sind Gipskartonplatten 125 cm breit und meist 200, 250, 260, 275 oder 300 cm lang, in der Regel 12,5 mm dick; wählen Sie oben die Länge, die zu Ihrer Raumhöhe passt, damit möglichst wenige Querstöße entstehen.
Fläche ermitteln
Für die Bruttofläche eines Raums addieren Sie die Wandfläche (Umfang × Höhe) und – falls die Decke verkleidet wird – die Deckenfläche (Länge × Breite). Ziehen Sie anschließend große Öffnungen wie Türen und Fenster ab. Versetzte Fugen und Zuschnitte erzeugen immer Reste, weshalb meist ein Verschnittzuschlag von 10 bis 15 Prozent für alle Materialien angesetzt wird.
Richtwerte für Spachtel, Streifen und Schrauben
Der Rechner verwendet drei Verbrauchswerte je Quadratmeter Plattenfläche für eine Standardverspachtelung (Qualitätsstufe Q2) mit Fugendeckstreifen:
- Schrauben: rund 14–15 Schnellbauschrauben je m². An Decken liegt der Bedarf wegen der engeren Schraubabstände eher höher, an Wänden nach Herstellerangabe teils darunter.
- Fugendeckstreifen: etwa 1,15 m Streifen je m² Platte – eine 50-m-Rolle reicht also für gut 40 m².
- Fertigspachtel: etwa 0,5 l je m² für Fugen, Schraubköpfe und zwei Lagen – ein 17-l-Eimer reicht für rund 32 m². Bei Pulverspachtel (z. B. zum Anrühren) gelten die kg-Angaben des Herstellers; eine vollflächige Spachtelung (Q3/Q4) braucht deutlich mehr.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Schrauben brauche ich pro Gipskartonplatte?
Eine Platte von 125 × 250 cm (3,125 m²) braucht je nach Unterkonstruktion etwa 40 bis 50 Schnellbauschrauben. Der Rechner setzt rund 14–15 Schrauben je m² an. An Decken liegt der Bedarf wegen engerer Schraubabstände höher, an Wänden mit 62,5 cm Ständerabstand nach Herstellerangabe teils darunter – maßgeblich ist das Systemdatenblatt Ihres Plattenherstellers.
Wie viel Spachtelmasse brauche ich für Trockenbau?
Für eine Standardverspachtelung (Q2) mit Fugendeckstreifen rechnet der Rechner mit etwa 0,5 l Fertigspachtel je m² – ein 17-l-Eimer reicht also für rund 32 m². Bei Pulverspachtel gelten die kg-Angaben auf dem Sack. Eine höhere Qualitätsstufe mit vollflächiger Spachtelung (Q3 oder Q4) braucht deutlich mehr Material.
Wie viel Fugendeckstreifen brauche ich?
Rechnen Sie mit etwa 1,15 m Streifen je m² Plattenfläche. Eine 50-m-Rolle reicht damit für gut 40 m², für die meisten Einzelräume genügen ein bis drei Rollen. Bei Platten mit HRAK-Kante (halbrund abgeflacht) ist je nach System auch eine Verspachtelung ohne Streifen möglich – beachten Sie die Herstellerangaben.
Wie berechnet man Gipskarton für eine Decke?
Multiplizieren Sie Raumlänge und -breite. Ein Raum von 4 × 5 m benötigt 20 m² Gipskarton für die Decke; geteilt durch 3,125 m² je Platte (125 × 250 cm) ergibt das 6,4, also 7 Platten. Addieren Sie vor der Bestellung den Verschnittzuschlag – mit 10 Prozent sind es 8 Platten.
Welche Plattenlänge sollte ich verwenden?
Wählen Sie nach Möglichkeit eine Plattenlänge, die der Raumhöhe entspricht – bei 2,50 m Raumhöhe also 250 cm, bei 2,60 m entsprechend 260 cm. So entstehen an der Wand keine Querstöße, die gespachtelt werden müssen. An Decken sparen längere Platten (bis 300 cm) Stöße, sind aber schwer und ohne Plattenheber oder zweite Person unhandlich.
Welchen Verschnitt sollte ich für Gipskarton ansetzen?
Bestellen Sie etwa 10 Prozent mehr als die exakte Fläche, um Randabschnitte, versetzte Fugen und Bruch abzudecken. Bei Dachschrägen, vielen Öffnungen oder komplizierten Formen mit zahlreichen Zuschnitten sind 15 Prozent sinnvoll.
Verwandte Rechner
Quellen
- GA-214 — Levels of Finish for Gypsum Panel ProductsGypsum AssociationUS-Branchenstandard für die Oberflächenstufen bei Gipsplatten; in Deutschland entsprechen dem die Qualitätsstufen Q1 bis Q4 (Merkblatt Nr. 2 des Bundesverbands der Gipsindustrie).
- Drywall Calculator — Sheets, Compound, and ScrewsInch CalculatorRichtwerte für Spachtelmasse, Fugenstreifen und Befestiger je Flächeneinheit, hier in m² umgerechnet.